Bergzwerge Online
NeuigkeitenMagazinProjektTeamPresseDownloadsMediaGästebuchKontaktSpiele
Ein Auszug aus der Bergzwerge 6, die 1996 erschien.

Die Grundschule Berg Fidel in Münster unterstützt seit 1984 ein Entwicklungshilfe-Projekt der Andheri-Hilfe Bonn durch Erlöse aus Schulfesten, Basaren und seit Dezember 1994 auch aus dem Verkauf einer Schülerzeitung. Es handelt sich um ein Projekt in Bangladesch. Dieses Land zählt zu den ärmsten Ländern der Welt und nach Schätzungen gibt es im ganzen Land etwa eine Million blinde Menschen – und jährlich kommen etwa 30.000 hinzu. Besonders viele Kinder in Bangladesch leiden unter dem Grauen Star, von dem etwa jedes fünfte Kind dort bedroht ist. Hervorgerufen wird diese Krankheit meist durch Unterernährung, Vitaminmangel und mangelnde Hygiene.

Die Lage vieler Blinder ist aussichtslos, denn im ganzen Land gibt es nur etwa 50 ausgebildete Augenärzte, die fast ausschließlich in den Städten arbeiten. Die Krankheit kann durch eine simple Operation geheilt werden. Für die meisten Menschen in Bangladesch sind solche Operationen jedoch viel zu teuer – obwohl eine Operation nur etwa 20 Euro kostet. Die Ärzte in den Städten sind für den Großteil der Menschen, die auf dem Land leben, ohnehin nicht erreichbar.
Die Andheri-Hilfe Bonn sammelt Spenden für diese Augenoperationen und reist mit sogenannten mobilen „Eye-Camps“ durchs Land. In Dörfern werden dann am Grauen Star erkrankte Menschen Sehtests unterzogen und unter einfachsten Bedingungen von Ärzten operiert. Nach der Operation können sie wieder oder erstmals in ihrem Leben sehen.
Eine Reportage des TV-Magazins „Report Mainz“ schildert anschaulich, wie das Blindenhilfe-Projekt funktioniert.

Seit 1994 werden Spenden an der Grundschule Berg Fidel mit dem Verkauf der Schülerzeitung „Bergzwerge“ gesammelt. Diese Zeitung, die in der Regel viermal im Jahr erscheint, wird an die Schüler der Grundschule verkauft. Heute kann man die Schülerzeitung Bergzwerge für 60 Euro-Cent erwerben. Dabei handelt es sich bei diesem Betrag um den normalen Verkaufspreis – natürlich sind auch freiwillige Spenden für das Projekt willkommen. Oft bezahlen die Käufer der Zeitung gerne mehr für ihr Exemplar, wenn sie erfahren, wie viele Perspektiven eine kleine Spende den Kinder in Bangladesch eröffnet:
Den Kindern bieten sich nach der Augenoperation völlig neue Möglichkeiten. Waren sie bisher in vielen Lebenssituationen auf die Hilfe anderer angewiesen, so können sie durch den Gewinn des Augenlichts nun weitaus aktiver am Leben teilnehmen. Viele von ihnen bekommen die Chance, zur Schule zu gehen und vielleicht sogar eine Ausbildung zu machen.
Der Briefwechsel zwischen der Grundschule und der Andheri-Hilfe belegt, dass man mit Hilfe der Spenden die Situation in Bangladesch verbessert hat. In einem Brief vom Juli 1996 an die Kinder der Grundschule würdigt Rosi Gollmann, ehemalige Leiterin der Hilfsorganisation, die Arbeit der jungen Redakteure und beschreibt, was mit dem Erlös eines Schulfestes erreicht wurde: „Der Betrag von über 2000 DM, den ihr uns zur Verfügung stellen konntet, deckt fast die Kosten eines ganzen sogenannten Eye-Camps ab. Das heißt: Für ein mobiles Augenbehandlungslager mit etwa 1000 Augenkranken, die zur Untersuchung und Behandlung kommen. Ca. 100 davon bedürfen der lichtbringenden Operation.“
In ihren Briefen bedankt sich die Andheri-Hilfe immer wieder für die gesammelten Spenden der Grundschule und erklärt den Kindern, was konkret mit den gespendeten Summen in Bangladesch finanziert wird. So können die Grundschüler genau verfolgen, wie sie den erkrankten Menschen in dem Entwicklungsland durch den Verkauf ihrer Zeitung helfen. Die dankbaren Briefe der Hilfsorganisation sind zudem Ansporn für die Schüler, ihr Projekt weiterzuführen.

Zum Vergrößern klickenZum Vergrößern klickenZum Vergrößern klicken
Zum Vergrößern klicken
Das Bergzwerge-Team stellt sein Projekt auf einem Schulfest der Grundschule Berg Fidel vor.
Zum Vergrößern klickenZum Vergrößern klickenZum Vergrößern klicken
Zum Vergrößern klicken
Auf einer Veranstaltung zum Weltkindertag 1999 vertritt das Redaktionsteam das Recht auf freie Meinungsäußerung.
Zum Vergrößern klickenZum Vergrößern klickenZum Vergrößern klicken
Zum Vergrößern klicken
Am 23. April 2002 waren Vertreter des Bergzwerge-Teams beim interkulturellen Jugendfest in der Geistschule vor Ort.

Das Redaktionsteam der Bergzwerge, das maßgeblich den Inhalt der Zeitung gestaltet, stellt sein Projekt regelmäßig auch auf Schul- und Stadtteilfesten und anderen öffentlichen Veranstaltungen in Münster vor. Im Jahr 2000 waren Kinder des Teams zum Beispiel beim „Eine-Welt-Tag“ der münsteraner Schulen vor Ort. Es wurde ein Informationsstand aufgebaut, an dem Passanten sich über das Projekt in Bangladesch und über die Herstellung der Schülerzeitung informieren konnten. An Stellwänden wurden Informationen über die blinden Menschen in Bangladesch und die Andheri-Hilfe ausgehängt.
Auf einer Veranstaltung zum Weltkindertag 1999 war das Redaktionsteam ebenfalls mit einem großen Informationsstand vertreten. Dort haben Kinder des Teams auch ein Interview mit einem Mitarbeiter der Kinderrechts- organisation „amnesty international“ durchgeführt. Anschließend wurde das Interview an Ort und Stelle mit Hilfe eines Computers ausgewertet und auch in der Kinderzeitschrift „MORITZ“ veröffentlicht.
Die engagierten Zeitungsredakteure verkaufen bei all ihren Aktionen die Schülerzeitung. Die Käufer haben wie immer die Möglichkeit, neben dem Preis der Zeitung auch Spenden für Bangladesch zu geben. Bei den Aktionen des Zeitungs-Teams wird in der Regel sehr viel Geld gesammelt, da viele Leute von dem Projekt der Kinder beeindruckt sind.
Zum Vergrößern klickenZum Vergrößern klickenZum Vergrößern klicken
Zum Vergrößern klicken
Der siebenjährige Redakteur Ji Hun erläutert einer Reporterin des Senders „Radio AM“ das Projekt der Grundschule Berg Fidel (23. April 2002).
1995 wurden vier Vertreter der Schülerzeitung Bergzwerge vom Radiosender „Radio Antenne Münster“ zu ihrem Projekt interviewt. In dem kurzen Interview berichteten die Kinder, zu welchem Zweck sie ihre Zeitung herstellen und wie die Andheri-Hilfe das Projekt in Bangladesch durchführt. Auch im April 2002 fand ein Interview mit Radio AM statt (siehe Foto).

Impressum   Druckversion Inhalt & Programmierung: © 2006 Nils Ole Glück [nilsole.net] | Design: Christian Sievers [Desue.de.vu
Version 3.0
Letztes Update:
29.06.2006